Die Plejaden, katalogisiert als Messier 45, bilden einen der fotogensten offenen Sternhaufen am Himmel und erstrecken sich über eine Winkelausdehnung von 1,3° (77′), die bequem in das Bildfeld eines Weitfeld-Refraktors oder Teleobjektivs passt. Um die hellsten Mitgliedssterne herum liegt ein zartes Geflecht aus blauem Reflexionsnebel, das selbst als mehrere separate Objekte katalogisiert ist: der Electra-Nebel (vdB 20), der Maia-Nebel (vdB 21), der Merope-Nebel (vdB 22) und der Nebel um Alcyone (vdB 23). Obwohl Auge und Kamera sie als ein einziges glitzerndes Ziel wahrnehmen, führen Astronomen den Sternhaufen und jeden Reflexionsnebel als eigenständige Einträge mit eigenen Bezeichnungen und Daten. Das Einfangen der schwachen staubigen Ranken erfordert großzügige Belichtungszeit und dunkle, transparente Himmel, da die Nebel weit lichtschwächer sind als die strahlenden Sterne, die sie beleuchten.
Namen und Katalognummern
- Plejaden
- M 45 (Messier 45)
- Electra-Nebel (Mitglied: vdB 20)
- vdB 20 (van den Bergh 20) (Mitglied: vdB 20)
- Maia-Nebel (Mitglied: vdB 21)
- Mel 22 (Melotte 22) (Mitglied: vdB 21)
- vdB 21 (van den Bergh 21) (Mitglied: vdB 21)
- Merope-Nebel (Mitglied: vdB 22)
- vdB 22 (van den Bergh 22) (Mitglied: vdB 22)
- Alcyone (Mitglied: vdB 23)
- vdB 23 (van den Bergh 23) (Mitglied: vdB 23)
Position und kosmische Nachbarschaft
Die Plejaden liegen im Stier bei einer Rektaszension von 03h 46m 24,2s und einer Deklination von +24° 06′ 50″, stehen in nördlichen Winternächten hoch am Himmel und sind damit ein ideales Motiv für die frühe Abendfotografie. Die zwischen den Haufensternen verstreuten Reflexionsnebel drängen sich eng um dieselbe Region: der Electra-Nebel (vdB 20) leuchtet mit einer Magnitude von 3,7 und liegt etwa 375 Lichtjahre entfernt, der Maia-Nebel (vdB 21) strahlt mit einer Magnitude von 3,87 in rund 344 Lichtjahren Entfernung, der Merope-Nebel (vdB 22) erreicht eine Magnitude von 4,18 bei ungefähr 344 Lichtjahren, und die Nebulosität um Alcyone (vdB 23) ist mit einer Magnitude von 2,87 die hellste, etwa 403 Lichtjahre entfernt. Den gesamten Komplex einzurahmen ist mit einer kurzen Brennweite unkompliziert, da all diese Komponenten in den 1,3° (77′) umfassenden Ausdehnungsbereich des Haufens fallen, doch die einzelnen benannten Nebel in ihre unterschiedlichen Formen aufzulösen belohnt sorgfältige Bearbeitung und ruhiges Nachführen.
Wissenswertes
- Die Plejaden messen physikalisch nur etwa 9 Lichtjahre im Durchmesser, erstrecken sich am Himmel jedoch über großzügige 1,3° (77′), was sie zu einem natürlichen Motiv für die Weitfeld-Astrofotografie macht.
- Was wie ein einzelnes leuchtendes Ziel aussieht, sind tatsächlich mehrere katalogisierte Objekte auf einmal: der Sternhaufen Messier 45 sowie die Reflexionsnebel vdB 20, vdB 21, vdB 22 und vdB 23.
- Die blauen Reflexionsnebel leuchten, indem sie Sternenlicht streuen, statt eigenes auszusenden, und zeigen daher ihre volle Ausdehnung erst in langen, tiefen Belichtungen.
- Unter den umgebenden Nebeln ist der Alcyone-Nebel (vdB 23) mit einer Magnitude von 2,87 der hellste, während der Merope-Nebel (vdB 22) mit einer Magnitude von 4,18 der lichtschwächste ist.
Helligkeit, Entfernung und Größe
Es ist rund 424 Lichtjahre von der Erde entfernt und misst etwa 9 Lichtjahre im Durchmesser. Am Himmel erscheint es mit einer Ausdehnung von etwa 1,3° (77′).





