Wann steht mein Objekt gut?
Eine Jahrestabelle zeigt auf einen Blick, in welchem Monat und zu welcher Stunde ein Deep-Sky-Objekt hoch am dunklen Himmel steht. Ein Klick öffnet den Nachtverlauf mit Mond und Bewertung.
Die zwei Ansichten


Tabelle lesen
- Zahl = Höhe des Objekts über dem Horizont (in Grad) zur jeweiligen Stunde.
- Farbe grün → gelb → rot: je höher, desto besser.
–= unter Horizont. - Blaugraue Zellen: Sonne noch über −12° → kein wirklich dunkler Himmel.
- Rote Linie: Monat, in dem das Objekt zur astronomischen Mitternacht am höchsten kulminiert.
- Unten wählst du Katalog & Objekt sowie deinen Standort.
Nachtverlauf & Bewertung
Die grüne Kurve ist die Objekthöhe über die Nacht. Zwei Linien zeigen deine Schwellen: gelb = Mindesthöhe (darunter zu tief), grün = Optimalhöhe (darüber ideal). Die gestrichelte Kurve ist der Mond, die dunklen Bänder sind die Dämmerungsstufen.
Der Smiley fasst den aktuellen Moment zusammen. Er nimmt immer den schlechtesten Einzelfaktor — Höhe, Dämmerung oder Mond — damit nichts beschönigt wird:
Die Statuszeile nennt Objekt und Mond getrennt, z. B. M33 hoch genug (64°) · Mond: unter Hor.
Was dahinter rechnet
Höhe & Azimut
Aus Datum und Uhrzeit wird das Julianische Datum und daraus die Sternzeit (GMST) berechnet. Mit dem Stundenwinkel H = Sternzeit + Länge − Rektaszension folgt die Höhe direkt aus der sphärischen Trigonometrie:
Sonne, Dämmerung & Kulmination
Die Sonnenposition kommt aus der Standardreihe für die ekliptikale Länge (mittlere Länge + Mittelpunktsgleichung). Die Dämmerung folgt der Sonnenhöhe: 0° Untergang, −6° bürgerlich, −12° nautisch, −18° astronomisch. „Astronomische Mitternacht“ ist der Moment der tiefsten Sonne — dort sucht der Planer die beste Kulmination.
Mond: Phase & Abstand
Die Mondposition nutzt eine gekürzte Mondreihe (≈1° genau). Der beleuchtete Anteil folgt aus der Elongation ε zwischen Sonne und Mond:
Für die Störung zählen Mondhöhe, Helligkeit und der Winkelabstand zum Objekt (Kosinussatz). Steht der Mond unter dem Horizont, gilt er als unschädlich.
Alle Schwellen — Mindesthöhe, Optimalhöhe, Mondabstand und −helligkeit — lassen sich in den Plugin-Einstellungen anpassen.

2 Antworten auf „Sichtbarkeitsplaner – Wann ist welches Objekt sichtbar?“
Wow da steckt viel Arbeit und professionelle Kenntnis drin. Glückwunsch und vor allem besten Dank für das Tool. Das sind wahre Astrofreunde!
Liebe Grüße Jörg
Hallo Jörg,
vielen Dank für deine Worte. Viel Spaß beim Spielen mit dem kleinen Tool.
CS
Thomas