Sichtbarkeitsplaner – Wann ist welches Objekt sichtbar?

Plane deine Beobachtungsnacht: Finde heraus, wann Galaxien, Nebel und Sternhaufen von deinem Standort aus optimal am Himmel stehen.

Astrocamp · Heatmap

Wann steht mein Objekt gut?

Eine Jahres­tabelle zeigt auf einen Blick, in welchem Monat und zu welcher Stunde ein Deep-Sky-Objekt hoch am dunklen Himmel steht. Ein Klick öffnet den Nachtverlauf mit Mond und Bewertung.

60°+tief · unbrauchbar

Die zwei Ansichten

1 · Jahrestabelle. Zeilen = Uhrzeit, Spalten = Monat. Farbe & Zahl = Objekt­höhe in Grad. Die rote Linie markiert den besten Kulminations­monat. Tippe eine Zelle an.
2 · Nachtverlauf. Höhenkurve über die Nacht, Mond (gestrichelt), Dämmerungs­zonen, Schwellen­linien. Schieber für Uhrzeit/Datum. Smiley = Gesamt­bewertung.

Tabelle lesen

  • Zahl = Höhe des Objekts über dem Horizont (in Grad) zur jeweiligen Stunde.
  • Farbe grün → gelb → rot: je höher, desto besser. = unter Horizont.
  • Blaugraue Zellen: Sonne noch über −12° → kein wirklich dunkler Himmel.
  • Rote Linie: Monat, in dem das Objekt zur astronomischen Mitternacht am höchsten kulminiert.
  • Unten wählst du Katalog & Objekt sowie deinen Standort.

Nachtverlauf & Bewertung

Die grüne Kurve ist die Objekt­höhe über die Nacht. Zwei Linien zeigen deine Schwellen: gelb = Mindesthöhe (darunter zu tief), grün = Optimalhöhe (darüber ideal). Die gestrichelte Kurve ist der Mond, die dunklen Bänder sind die Dämmerungs­stufen.

Der Smiley fasst den aktuellen Moment zusammen. Er nimmt immer den schlechtesten Einzelfaktor — Höhe, Dämmerung oder Mond — damit nichts beschönigt wird:

hoch genug + dunkel + mondfrei tief / Dämmerung / Mond mäßig zu tief / Mond stört

Die Status­zeile nennt Objekt und Mond getrennt, z. B. M33 hoch genug (64°) · Mond: unter Hor.

Was dahinter rechnet

Höhe & Azimut

Aus Datum und Uhrzeit wird das Julianische Datum und daraus die Sternzeit (GMST) berechnet. Mit dem Stundenwinkel H = Sternzeit + Länge − Rektaszension folgt die Höhe direkt aus der sphärischen Trigonometrie:

sin(alt) = sin(δ)·sin(φ) + cos(δ)·cos(φ)·cos(H) // δ Dekl., φ Breite

Sonne, Dämmerung & Kulmination

Die Sonnen­position kommt aus der Standard­reihe für die ekliptikale Länge (mittlere Länge + Mittel­punkts­gleichung). Die Dämmerung folgt der Sonnenhöhe: Untergang, −6° bürgerlich, −12° nautisch, −18° astronomisch. „Astronomische Mitternacht“ ist der Moment der tiefsten Sonne — dort sucht der Planer die beste Kulmination.

Mond: Phase & Abstand

Die Mond­position nutzt eine gekürzte Mondreihe (≈1° genau). Der beleuchtete Anteil folgt aus der Elongation ε zwischen Sonne und Mond:

Beleuchtung = (1 − cos ε) / 2 // 0 = Neumond, 1 = Vollmond

Für die Störung zählen Mond­höhe, Helligkeit und der Winkelabstand zum Objekt (Kosinus­satz). Steht der Mond unter dem Horizont, gilt er als unschädlich.

Alle Schwellen — Mindest­höhe, Optimalhöhe, Mond­abstand und −helligkeit — lassen sich in den Plugin-Einstellungen anpassen.

astrocamp.eu · Heatmap — Genauigkeit für die Planung, nicht für Ephemeriden. Positionen auf etwa ein Grad genau.

2 Antworten auf „Sichtbarkeitsplaner – Wann ist welches Objekt sichtbar?“

Wow da steckt viel Arbeit und professionelle Kenntnis drin. Glückwunsch und vor allem besten Dank für das Tool. Das sind wahre Astrofreunde!
Liebe Grüße Jörg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.