Reflexionsnebel leuchten nicht aus eigener Kraft, sondern werfen das Licht naher Sterne zurück. Weil die feinen Staubteilchen blaues Licht stärker streuen als rotes, erscheinen diese Nebel meist in zartem Blau – ein eleganter Kontrast zu den kräftigen Rottönen der Emissionsnebel. Ein bekanntes Beispiel ist der Irisnebel (Caldwell 4), dessen blaue Blütenform sich vor dunklem Staub abhebt. Häufig treten Reflexionsnebel gemeinsam mit Dunkelnebeln und Emissionsregionen auf und bilden dann komplexe, vielschichtige Bildfelder. Fotografisch sind sie eine Herausforderung: Ihr Licht ist schwach, und die feinen Staubstrukturen verlangen lange Belichtungszeiten unter dunklem Himmel. Anders als bei Emissionsnebeln helfen Schmalbandfilter hier kaum – Reflexionsnebel zeigen sich am besten in breitbandigen Aufnahmen mit guter Farbtreue. Diese Seite versammelt alle Reflexionsnebel, die ich bisher fotografiert habe. Klick dich in das jeweilige Objekt, um mehr darüber zu erfahren und alle Astrofoto-Beiträge zu sehen, in denen es vorkommt.

Der Irisnebel im Sternbild Kepheus liegt etwa 1.120 Lichtjahre entfernt und erreicht seine jährliche Kulmination zur astronomischen Mitternacht sowie die beste Beobachtungszeit Anfang August.

Der Electra-Nebel ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Stier, der etwa 375 Lichtjahre entfernt liegt, und erreicht seine jährliche Kulmination zur astronomischen Mitternacht sowie die beste Beobachtungszeit Mitte November.

Der Maia-Nebel ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Stier, etwa 344 Lichtjahre entfernt, und erreicht seine jährliche Kulmination zur astronomischen Mitternacht sowie die beste Beobachtungszeit Mitte November.

Der Merope-Nebel ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Stier, der etwa 344 Lichtjahre entfernt liegt, und erreicht seine jährliche Kulmination zur astronomischen Mitternacht sowie die beste Beobachtungszeit Mitte November.


