Messier 15 – Pegasus-Haufen

Messier 15 ist ein auffälliger Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus in einer Entfernung von etwa 33.600 Lichtjahren; das Objekt ist visuell beeindruckend und erreicht seine jährliche Kulmination zur astronomischen Mitternacht sowie die beste Beobachtungszeit Mitte August.

Messier 15 zählt zu den ältesten und dichtesten bekannten Kugelsternhaufen am nördlichen Himmel. Für Astrofotografen ist er wegen seines kompakten Zentrums und der Vielzahl eng gepackter Sterne ein faszinierendes Objekt, das sowohl mit kleinen als auch großen Teleskopen eindrucksvoll abgelichtet werden kann – bei optimalen Bedingungen ist auf Langzeitaufnahmen sogar schwaches Hintergrundnebellicht sichtbar. Der Haufen beheimatet über 100.000 Sterne und besitzt ein außergewöhnlich helles, zentral konzentriertes Zentrum – ein reizvolles Motiv für Deep-Sky-Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten. Besonders interessant ist zudem, dass M15 als einer der wenigen Kugelsternhaufen einen sichtbaren planetarischen Nebel, Pease 1, beinhaltet.

Namen und Katalognummern

  • Pegasus-Haufen
  • Messier 15 (M15)
  • NGC 7078
  • Melotte 234

Position und kosmische Nachbarschaft

Messier 15 liegt nahe am Rand des Sternbilds Pegasus in der Nähe des markanten Sterns Enif (Epsilon Pegasi), der als Orientierungshilfe zur Aufsuche des Sternhaufens im Nachthimmel dient. Auf Astrofotografiekarten fällt M15 westlich des Pegasus-Quadrats auf, eingebettet in ein Sternfeld, das bei tiefen Aufnahmen auch schwache diffuse Nebelstrukturen zeigen kann. Die Umgebung ist relativ arm an sehr hellen Vordergrundsternen, was das Framing und die Bildbearbeitung in der Astrofotografie erleichtert. Bei sehr langen Belichtungen lassen sich sogar extrem schwache Hintergrundgalaxien im Umfeld sichtbar machen.

Wissenswertes

  • M15 gehört zu den dichtesten bekannten Kugelsternhaufen und zeigt einen kollabierten, besonders hellen Kern.
  • Der Haufen enthält mit Pease 1 den ersten in einem Kugelsternhaufen entdeckten planetarischen Nebel – ein Highlight für fortgeschrittene Astrofotografie.
  • Astrofotografen gelingt es bei langen Belichtungszeiten und an dunklen Standorten, schwache Hintergrundnebel (IFN) um M15 sichtbar zu machen.
  • Mit mittleren bis großen Teleskopen und modernen Aufnahmetechniken lassen sich im Halo von M15 hunderte Einzelsterne auflösen.

Helligkeit, Entfernung und Größe

Messier 15 besitzt eine scheinbare Helligkeit von 6,2 mag und ist damit bereits unter dunklem Himmel mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen sichtbar. Der Kugelsternhaufen ist etwa 33.600 Lichtjahre von der Erde entfernt und misst ungefähr 175 Lichtjahre im Durchmesser. Am Himmel erscheint M15 mit einer Ausdehnung von rund 18 Bogenminuten als kompaktes, rundes Glühen auf Weitfeldaufnahmen. Diese Kombination aus Helligkeit und Größe ermöglicht eindrucksvolle Astrofotografien bereits bei kurzen bis mittleren Belichtungszeiten, während Langzeitaufnahmen feinste Details und die schwächsten Außenmitglieder des Haufens zeigen.

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