Kometenaufnahmen sind irgendwie immer stressig. Über Wochen keine gute Wettersituation und dann kurz vor Ende der Möglichkeit den Kometen zu fotografieren, tut sich dann doch noch eine etwas umfangreichere Wolkenlücke auf – aber mehr war es auch dieses Mal wirklich nicht.
Am Tag zuvor hatte ich meinen ersten „Versuch“. Ehrlich gesagt war es weniger als das. Dennoch gab es eine wirklich kurze Phase in der ich den Kometen kurz nach Sonnenuntergang mit ständig durchziehenden Schleierwolken aus meinem Garten heraus mit Straßenlaterne ablichten konnte.
Das tatsächliche Problem waren hier allerdings die Wolken.
Einen Tag später, selber Ort, gleiche Uhrzeit, das selbe Objekt und ähnliche Herausforderungen – aber definitiv weniger Wolken und die Möglichkeit den Kometen bei ausreichender Dunkelheit etwa 45 Minuten lang zu fotografieren.
Bei Kometen greife ich gerne zur Canon DSLM. In Zukunft vermutlich dann bald zu einer gekühlten Farb Kamera. Bei Kometen wird mir das Hantieren mit Mono doch zu stressig.
Erstmalig habe ich mir einen Baader UHC Filter zugelegt, in der Hoffnung, aus meinem Vorstadtgarten heraus, in genau diesen Situationen etwas weniger Streulicht auf den Sensor zu bekommen.
Ein wirklicher Test wird noch folgen, dennoch bin ich positiv gestimmt, dass der Baader UHC L Filter seinen Teil dazu beigetragen hat, dass ich mit dem Bild zufrieden bin. Es hätte – unter diesen Umständen – wirklich schlechter ausgehen können.
Sitzungsdetails:
| Teleskop | Baader Apo 95 Travel Companion |
| Brennweite | 590mm |
| Korrekturlinse | Baader M68 Field Flattener |
| Kamera | Canon EOS R(a) |
| Filter | Baader UHC-L / Ultra-L-Booster Filter 50.4mm |
| Montierung | Skywatcher HEQ5 Pro – Riemen und Hypertuned |
| Aufnahmedatum | 5.11.2025 |
| Belichtungszeit Lights | 65x30s |
| Kalibrierungsframes | FLATS, BIASES |
| Empfindlichkeit | ISO 1600 |
| Entwicklungsdatum | 6.11.2025 |
| Software Stack | Stellarmate OS, PixInsight, Affinity Photo |
| Aufnahmeort | Koblenz, Deutschland |

