NGC 7062

NGC 7062 ist ein kompakter offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, etwa 4.800 Lichtjahre entfernt, und erreicht seine jährliche Kulmination zur astronomischen Mitternacht sowie die beste Beobachtungszeit im Hochsommer Mitte August, wenn Cygnus am höchsten steht.

NGC 7062 wurde von Wilhelm Herschel am 19. Oktober 1788 entdeckt und gilt als kleiner, aber mäßig reicher offener Sternhaufen. Mit einer visuellen Helligkeit von 8,3 ist er ein reizvolles Ziel für Astrofotografen und lässt sich schon mit einem Feldstecher oder kleinen Teleskop abbilden. Die Trumpler-Klassifikation II2m beschreibt seine mäßige Konzentration und die Mischung aus helleren und schwächeren Sternen. Der Haufen liegt in einem sternreichen Feld am Rand der Milchstraße, was der Astrofotografie vielfältige Möglichkeiten und interessante Hintergründe bietet.

Namen und Katalognummern

NGC: NGC 7062

Collinder (Cr): Cr 434

Position und die kosmische Nachbarschaft

NGC 7062 liegt im nordöstlichen Bereich des Sternbildes Schwan, etwa 2,5 Grad südwestlich von Messier 39 und in der Nähe zahlreicher weiterer offener Sternhaufen wie NGC 7082. Das Gebiet ist reich an Deep-Sky-Objekten sowie dichten Sternfeldern, was besonders bei Weitfeldaufnahmen für spannende Bilder sorgt. Die Region rund um Cygnus beherbergt zudem bekannte Nebel wie den Nordamerikanebel (NGC 7000) und weitere beliebte Fotomotive für Astrofotografie.

Wissenswertes

– NGC 7062 wurde 1788 von Wilhelm Herschel entdeckt und ist somit astronomisch seit langer Zeit dokumentiert. – Der kompakte Aufbau und die hohe Sternendichte machen ihn auch unter lichtverschmutzten Umständen zu einem attraktiven Astrofotomotiv. – Die Klassifikation als Trumpler II2m weist auf einen mittleren Reichtum und eine deutlich abgegrenzte Konzentration der Mitgliedssterne hin. – Schon mit kleinen Teleskopen oder Feldstechern lassen sich lohnenswerte Aufnahmen machen, besonders mit längeren Belichtungszeiten oder unter dunklem Himmel.

Helligkeit, Entfernung und Größe

NGC 7062 besitzt eine visuelle Helligkeit von 8,3 mag und ist rund 4.800 Lichtjahre von der Erde entfernt, was ihn außerhalb der Sichtbarkeit mit bloßem Auge rückt, aber für die Fotografie mit kleinerer Ausrüstung interessant macht. Im tatsächlichen Ausmaß misst der Haufen nur wenige Lichtjahre im Durchmesser und erscheint mit einer Winkelausdehnung von etwa 5 bis 7 Bogenminuten, wodurch er bei moderatem Bildfeld besonders gut gegenüber dem Sternenfeld der Milchstraße heraussticht. Seine relativ kleine Darstellung am Himmel sorgt für kontrastreiche Fotos mit deutlichem Detailreichtum, wobei sowohl Weitfeld- als auch Nahaufnahmen reizvoll gelingen können.

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