Messier 29 wurde 1764 von Charles Messier entdeckt und wird manchmal als „kleine Plejaden“ bezeichnet. Der Haufen besteht hauptsächlich aus jungen, heißen B-Sternen und befindet sich in einer sternreichen sowie staubigen Region der Milchstraße. Die hellsten Mitglieder erscheinen blau-weiß und sind in lockerer Formation angeordnet, doch durch die starke interstellare Extinktion wirkt die Gruppe weniger auffällig. Für Astrofotografen bietet M29 im Sommer einen reizvollen Kontrast vor den Hintergrundsternen des Cygnus.
Namen und Katalognummern
- Messier 29 (M29)
- NGC 6913
Position und das kosmische Umfeld
Messier 29 liegt südlich des hellen Sterns Sadr (Gamma Cygni), welcher das Zentrum des Sternbildes Schwan markiert. Die Umgebung ist geprägt von vielen Hintergrundsternen, interstellaren Staubwolken und dem dichten Sternfeld der Milchstraße, wodurch Astrofotografen vielfältige Bildkompositionen mit M29 gestalten können. Besonders mit Fernglas oder Weitfeldteleskopen ist der Cluster vor dem strukturierten, sternreichen Hintergrund attraktiv sichtbar.
Nice to Know
Der Haufen enthält auffallend heiße und blaue B-Sterne, die sich deutlich vom Hintergrund unterscheiden. Die interstellare Verdunkelung in diesem Bereich beträgt rund 3 Magnituden, was die Sichtbarkeit deutlich verringert. Astrofotografen reizt besonders die Mischung aus dem kleinen, kompakten Haufen und den Sternwolken der Cygnus-Region. Die geopgraphische Anordnung der hellsten Sterne erinnert an die Plejaden, macht M29 aber zu einem leichter auffindbaren Ziel für Einsteiger.
Helligkeit, Entfernung und Größe
Messier 29 besitzt eine scheinbare Helligkeit von 6,6 mag und ist damit bereits mit kleinen Optiken sichtbar. Die Entfernung beträgt rund 4.000 bis 5.200 Lichtjahre. Der Haufen hat einen Durchmesser von rund 10 Lichtjahren, was einer Winkelausdehnung von etwa 7 bis 10 Bogenminuten entspricht. Der Sternhaufen erscheint aufgrund von Staub im Vordergrund gedämpft, weshalb längere Belichtungszeiten gerade für Astrofotografie empfehlenswert sind.

