Caldwell 28

Caldwell 28, auch NGC 752 und Melotte 12 genannt, ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Andromeda in etwa 1.500 Lichtjahren Entfernung und erreicht seine jährliche Kulmination zur astronomischen Mitternacht sowie die beste Beobachtungszeit Ende Oktober.

Der Sternhaufen ist relativ alt und locker verteilt, mit etwa 60 Sternen, die sich über fast ein Grad am Himmel erstrecken. Aufgrund seiner weiten Ausdehnung und Lage eignet sich NGC 752 besonders für Weitfeld-Astrofotografie und lässt sich bereits in kleinen Teleskopen oder sogar mit Ferngläsern einfach auflösen. Die Sterne erscheinen überwiegend gelblich bis orange, da die heißen, blauen Hauptreihensterne bereits vergangen sind. NGC 752 hebt sich unter dunklen Bedingungen vor allem durch seine lockere Struktur und die Einbettung ins reiche Sternfeld der Andromeda bemerkenswert ab.

Namen und Katalognummern

  • Caldwell 28
  • NGC 752
  • Melotte 12

Lage und kosmische Nachbarschaft

NGC 752 befindet sich zwischen den Sternen Almach (γ Andromedae) und Beta Trianguli im Sternbild Andromeda, etwa 4 bis 5 Grad südlich von Almach. Durch seine Lage am Rand des Andromeda-Sternbildes ist er leicht zu finden und in dunkler Umgebung bereits mit bloßem Auge sichtbar. Im weiteren Umfeld befinden sich mehrere schwache Hintergrundgalaxien, die auf Weitfeld-Astrofotos mit entsprechender Belichtungszeit erscheinen können und das Himmelsumfeld zusätzlich bereichern.

Nice to Know

  • NGC 752 zählt mit etwa 1,1 Milliarden Jahren zu den ältesten bekannten offenen Sternhaufen.
  • Mit einem scheinbaren Durchmesser von rund 75 Bogenminuten übertrifft seine Fläche die des Vollmonds am Nachthimmel deutlich.
  • Die nahe Umgebung von NGC 752 ist reich an schwachen Galaxien, die für Astrofotografen mit großem Gesichtsfeld interessant werden.
  • Die beste Zeit zur Beobachtung und Fotografie ist zwischen Oktober und Januar, wenn der Haufen hoch am Nachthimmel steht.

Helligkeit, Entfernung und Größe

NGC 752 erreicht eine scheinbare Helligkeit von etwa 5,7 mag und ist damit in sehr dunklen Nächten auch mit bloßem Auge zu sehen, aber bereits in jedem Feldstecher und kleinen Teleskop eindrucksvoll sichtbar. Die Entfernung beträgt etwa 1.300 bis 1.500 Lichtjahre, der reale Durchmesser liegt bei ungefähr 18 bis 28 Lichtjahren, während die Ausdehnung am Himmel etwa 75 Bogenminuten beträgt – deutlich mehr als der Vollmond. Diese Eigenschaften machen NGC 752 zu einem lohnenden Ziel für Astrofotografen, die große Sternfelder abbilden möchten.

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